Antwortensuche

Sinn des Lebens

e-Trado GmbH

Spielsucht Ursachen und Symptome

Spielsucht

(2014) Das Spielen kann ein schönes Hobby sein, doch in vielen Fällen ist es eine Krankheit. Dies ist der Fall, wenn es zur Sucht geworden ist und das Spielen zum Beispiel an Glücksspielautomaten ausschweifende Ausmaße angenommen hat. In diesem Fall stellt es den zentralen Lebensinhalt dar. Meist werden Familie und Freunde vernachlässigt. Dieser Artikel erläutert Möglichkeiten, wie der Betroffene diese Sucht bekämpfen kann.

Ursachen der Sucht

Die Sucht nach Spielen hat vielfältige Ursachen. Häufige Auslöser sind familiäre und soziale Probleme oder Überbelastung im Beruf. Auch eine Sinnkrise kann diese Sucht auslösen. Weitere Ursachen können persönliche Schicksalsschläge, Kommunikationsprobleme oder Schwierigkeiten im Umgang mit der Freizeitgestaltung sein. Die Sucht nach Spielen kann weit reichende Folgen haben. Meist führt es zu hohen Schulden, die dann oftmals der Grund für einen Rückzug aus dem Umfeld oder für Depressionen sind. Ebenso kann es möglich sein, dass der Betroffene kriminelle Handlungen begeht, um an das benötigte Geld zu gelangen und die Sucht bzw. das Spielen zu finanzieren. Daher ist es sehr wichtig, die Erkrankung frühzeitig zu erkennen und zu bekämpfen.

Symptome der Sucht nach Spielen

Es ist sehr wichtig, die Sucht zu erkennen und sie einzusehen. Sich die Krankheit einzugestehen, ist der wichtigste Schritt. Doch wie ist der Anfang dieser Krankheit zu erkennen? Mit der Hilfe von einigen Kriterien kann dies selbst überprüft werden. Die wichtigsten Symptome sind:
  • Reizbarkeit und Unruhe, insbesondere wenn der Süchtige nicht spielen kann
  • Sinnloses Spielen, um Probleme zu verdrängen
  • Verluste beim Spielen sollen sofort wieder ausgeglichen werden
  • Verluste werden verheimlicht
  • Ehrliches Diskutieren mit Familie oder Freunden über das Spielen ist nicht möglich
  • Negative Auswirkungen und Rückzug im sozialen Bereich
  • Werden diese Symptome mehrfach mit Ja beantwortet, deutet alles darauf hin, dass eine Sucht vorliegt.

Möglichkeiten, die Sucht nach Spielen zu bekämpfen

In erster Linie hängt der Erfolg einer Therapie vom Betroffenen ab, denn es ist sehr wichtig, dass er diese nicht ablehnt. Wenn dies der Fall ist, wird eine Behandlung nichts bringen. Der Betroffene muss zur Einsicht kommen und sich entschließen, die Sucht zu bekämpfen. Eine stationäre Therapie verläuft gewöhnlich in drei Phasen. Zunächst wird neben dem medizinischen und psychiatrischen Gutachten eine Verhaltensanalyse erstellt, welche die Grundlage zum erfolgreichen Bekämpfen der Sucht nach Spielen ist. Die zweite Phase gestaltet sich aus Einzel- und Gruppengesprächen. In den Einzelgesprächen sollen die Ursachen und mit dem Therapeuten Lösungswege gefunden werden. Der Betroffene erfährt zudem die Hintergründe über das Spielen und die Spielautomaten. Die Gruppengespräche haben insbesondere den Sinn, dass der Betroffene wieder lernt, soziale Kontakte zu knüpfen. Der Vorteil ist, dass er sich unter Gleichgesinnten befindet und keine Angst vor Ablehnung haben muss, sondern langsam wieder anfangen kann, Vertrauen aufzubauen. Die dritte Phase dient dazu, Strategien gegen die Sucht zu festigen, damit diese auch nach der Therapie mit Erfolg bekämpft ist. Dies ist sehr wichtig, da die Gefahr eines Rückfalls immer besteht. Der Betroffene wird während der Therapie optimal auf das Leben danach vorbereitet.

Schutzmaßnahmen gegen die Sucht nach Spielen


  • Radikale Maßnahmen sind nötig
  • Beim Spiele-Anbieter Limit setzen
  • Hausverbot in Spiellokalen einfordern
  • Verfügen über Konten abgeben
  • Familie und Freunde bitten, kein Geld zu leihen
  • Beratungsstellen oder Selbsthilfestellen aufsuchen
  • Neue Freizeitgestaltung, beispielsweise Sport: lenkt ab und schafft neue mentale Stärke
  • Bei eingetretener Sucht Therapie beginnen


Text by Igor Adolph