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V wie Vendetta - Buch 1

V wie Vendetta

V wie Vendetta ist eines der bedeutendsten Werke der Comicgeschichte an sich, aber auch für den Auto Alan Moore selber, der dieses Bild über ein (damals) zukünftiges faschistisches England schrieb. Diese Story war noch nicht so komplex wie spätere Werke des britischen Schreibers wie etwa Watchmen oder From Hell, war dennoch alles andere als leichte Kost. Die Story ist in drei Bücher unterteilt und erst Jahre nachdem die vermeintlich letzte Ausgabe erschien beendet worden.

Buch 1
Es ist der 5. November 1997 in London. Nach einem Atomkrieg, der die halbe Menschheit auslöschte, konnte England durch den Wahlsieg der Faschisten wieder Ruhe einkehren. Die junge Blondine Evey Hammond braucht Geld. In ihrem Job verdient sie nur wenig und so will sie, wie viele andere Frauen, anschaffen gehen um sich was dazu zu verdienen. Dummerweise aber ist der erste Mann, welches sie anspricht, ein Mitglied des Fingers, der Geheimpolizei des neuen Englands. Dieser kann nun mit ihr machen was er will. So ruft er seine Mitarbeiter zusammen um das Mädchen zu vergewaltigen und anschließend zu töten - immerhin haben sie das Recht dazu. Vor diesem Schicksal bewahrt sie aber aber ein Mann, der eine Guy Fawkes Maske trägt und die Männer des Fingers umbringt, bevor sie die junge Frau auch nur anrühren können. Der Mann, der gerade eben noch Shakespeare zitierte, stellt sich selber als „V“ vor und bringt Evey auf ein Häuserdach und sie sehen sich die Dächer Londons an. Neben Feuerwerk, welches im neuen System verboten ist, jagt er auch das Parlament in die Luft. Evey vermutet schon, dass V etwas damit zu tun hat. V bringt sie in sein zu Hause, der Schattengalerie, die vollgestopft ist mit Büchern, Statuen, Schallplatten, Bildern und anderen Kunstobjekten, die in England nun verboten sind. Evey erzählt V etwas über ihr bisheriges Leben. Nachdem globalen Atomkrieg Ende der 1980er Jahre sei England kurz vor dem totalen Zerfall gewesen. Als die Faschisten von Nosefire an die Macht kamen, die gegen Homesexuelle, Pakistaner und andere Minderheiten ist, richtete Nosefire Arbeitslager für all diejenigen ein, die gegen die Richtlinien der Regierung verstoßen oder sich dieser widersetzen. Eveys Vater wurde inhaftiert und in solch ein Lager geschafft, weil er früher einmal einer sozialistischen Studentengruppe angehörte. Sie sah ihn nie wieder. Ihre Mutter starb bereits lange Zeit vorher durch eine Epidemie, die England nach dem Krieg heimsuchte. Eric Finch, das Oberhaupt des Regierungsorgan Nase, ist ein erfolgreicher Detektiv und wird damit beauftragt V zu finden und zur Rechenschaft zu ziehen. Finch berichtet dem Adam Susan, dem Führer, von seinen bisherigen Informationen. Adam Susan hat als einzige Person Zugriff auf den Computer, die Vorsehung, der Susan mit wichtigen Informationen und zukünftigen Strategien unterstützt. Finch berät sich mit Derick Almond, dem Leiter des Fingers; sowie Conrad Heyer (das Auge) und der Stimme Roger Dascombe, der die Propaganda über den Rundfunk in der Hand hat. Doch kommt es für Finch umso dicker, nachdem V zwei Beamte umbringt und die Stimme der Vorsehung, den landesweit bekannten Radiosprecher Lewis Prothero, in den Wahnsinn treibt. Der Mann hegt und pflegt eine große und wertvolle Puppensammlung, die V vor seinen Augen zerstört. Als Prothero gefunden wird, ist dieser vollkommen Wahnsinnig und es ist niemanden möglich mit ihm zu sprechen. Evey will V unter die Arme greifen, will dabei aber niemanden selber töten müssen. Der Bischof Anthony Lilliman hat eine Vorliebe für junge Mädchen und lässt sie sich regelmäßig nach Hause liefern um mit ihnen zu schlafen. Every soll als so ein Mädchen fungieren und gelangt in das Haus des Bischofs. Dieser will sofort zur Sache kommen, doch Evey blockt ab und will lieber etwas aus seiner Predigt vorgelesen bekommen, dessen Lilliman auch nachkommt. Genau als er Evey aufs Bett wirft, kommt V hereingestürmt. Dieser bringt den Bischof dazu ein Glas mit vergiftetem Wein zu trinken. Auf die Leiche legt er eine Rose, eine Blumenart, die es nach dem Krieg nicht mehr in England gab. Das nächste Opfer Vs ist die Doktorin Surridge mit der Finch auch ein Verhältnis hat. In der Tat bringt Finch ihr am selbten Nachmittag sogar noch die Rose, die man auf Lillimans Leiche fand, da Surridge auch als Botanikerin Erfahrung hat. Abends wacht sie auf und V steht in ihem Zimmer. Sie aber bleibt ruhig und scheint erleichtert zu sein, dass V endlich zu ihr gekommen ist. Auf die Frage hin ob er sie töten würde, entgegnet er, dass er dies bereits vor zehn Minuten durch eine Giftspritze tat und sie nicht leiden werde. Sie bleibt immer noch ruhig und verlangt sein Gesicht zu sehen, welches er ihr (aber nicht dem Leser) zeigt. Gleichzeitig entdeckt Finch endlich eine Verbindung zwischen all den Opfern: Alle waren im Arbeitslager Larkhill Camp beschäftigt. Er erzählt Almond von seinem Verdacht, der nach einem Streit mit seiner Frau leicht angetrunken zu Surridge eilt. Es gelingt ihm V zu überraschen, er drückt seine Pistole ab, doch hat er vergessen diese zu laden und so sticht V ihn mit einem Dolch ab. Als Finch den Tatort untersucht findet er mitten auf Surridge‘s Tisch ihr Tagebuch. Er geht davon aus, dass V es bewusst so offensichtlich platziert hat. Der Inhalt beschreibt viel von Surridges Tätigkeit im Larkhill Camp. Auch alle bisherigen Opfer von V tauchen in ihren Erzählungen auf. Sie selber war in Larkhill angestellt um medizinische Versuche an Menschen durchzuführen. Dafür spritzte sie den Versuchsobjekten ein Mittel, doch alle starben nach und nach. Viele hatten Missbildungen, nur der Mann in Zimmer 5 (römisch V) zeigte nicht solche Nebenwirkungen, dafür aber einige Verhaltensauffälligkeiten, doch nahm dieser niemand wirklich ernst. Ihm wurde sogar gestattet Rosen anzupflanzen im Garten. Doch eines Nachts brach ein Feuer aus, welches V mit selbst gemachtem Senfgas und Napalm verursachte. Die Utensilien dafür bekam er durch seine Tätigkeit als Gärtner. Sie beschreibt einen Mann, der vor den Flammen stand und aufschrie bevor er entkam. Allerdings fehlen ein paar Seiten in dem Tagebuch, anscheinend um V‘s wahre Identität nicht preiszugeben.

Text © by Sebastian Berning